Probleme bei der Hilfsmittel- und HomeCare-Versorgung

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Die Online Patientenbefragung ist ein effizientes Mittel, um bei der Hilfsmittel- und HomeCare-Versorgung die externe Patientensicht mit einzubeziehen (Verhaltenskodex). Die Befragungsergebnisse werden akuten Handlungsbedarf aufzeigen, auf Optimierungspotenziale hindeuten und den Bedarf und die Anforderungen von Veränderungen konkretisieren.

Angaben von Patienten werden einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, die Hilfsmittel- und HomeCare-Versorgung in Deutschland zu untersuchen und Verbesserungspotentiale zu entwickeln.

Grundlage für den Aufbau der Patientenbefragung bildet das Empfehlungspapier „Lösungsoptionen der DVfR zur Überwindung von Problemen bei der Versorgung mit Hilfsmitteln“ der Deutschen Vereinigung für Rehabilitation (DVfR).

Die darin enthaltenen Vorschläge sollen Veränderungsprozesse bei allen an der Hilfsmittelversorgung Beteiligten anstoßen, damit eine bessere bedarfsgerechte und wirtschaftliche Versorgung zum Vorteil aller Beteiligten erreicht werden kann.

In der Überwindung der Probleme bei der Hilfsmittelversorgung sieht die DVfR ganz wesentliche Effektivitätsressourcen für eine bedarfsgerechte und letztlich auch wirtschaftliche Versorgung. 

Deshalb hat die DVfR Vorschläge zur Verbesserung der Strukturqualität, Prozessqualität und Ergebnisqualität bei der Versorgung mit Hilfsmitteln vorgelegt.

In diesem Empfehlungspapier werden sowohl die grundlegenden Voraussetzungen für einen erfolgreichen Hilfsmittelversorgungsprozess dargestellt, als auch eine Reihe konkreter Lösungsvorschläge erörtert, die aus Sicht der DVfR zur Qualitätsverbesserung im Hilfsmittelbereich beitragen können. 

Um die bestehenden Probleme zügig überwinden zu können, sollten folgende Aufgaben vorrangig umgesetzt werden:

  1. Im Interesse der Patienten, der Leistungsträger und der Gesellschaft vermehrte Aufmerksamkeit für die Hilfsmittelversorgung !
  2. Hilfsmittelversorgung als zentrales Thema in Aus- Fort- und Weiterbildung !
  3. Assessment und Versorgungskonzeption vor der ärztlichen Verordnung des Hilfsmittels !
  4. Zielorientierung (hinsichtlich Problemlösung, Teilhabesicherung) der Hilfsmittelversorgung umsetzen !
  5. Versorgungsprozess bewusst gestalten (Teamarbeit, Sozialraumorientierung, zeitnahe Abwicklung, Fristensetzung, Vereinbarungen u.a.) !
  6. Verbesserung der ärztlichen Verordnungsqualität !
  7. Echte Wirtschaftlichkeitsbetrachtung statt zu kurz greifender reiner Preisbetrachtung !
  8. Anerkennung des Rechts auf die Versorgung mit Hilfsmitteln wegen ihrer oft entscheidenden Bedeutung für den medizinischen Behandlungserfolg und die Teilhabe (kein Bittstellerstatus der Betroffenen, kein Spielraum für Kostendämpfungsmaßnahmen auf der Ebene der Sachbearbeiter der Krankenkassen, u.a.).

Quelle: Deutsche Vereinigung für Rehabilitation e.V. (DVfR), Überwindung von Problemen bei der Versorgung mit Hilfsmitteln – Lösungsoptionen der DVfR –; Heidelberg: Oktober 2009.

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© 2010 Thomas Bade